Jazz­club Karls­ru­he

die Geschich­te

1980

Kon­zert-High­lights

Al Jones Blues­band (12.01.),
Sam Rivers Trio feat. Dave Hol­land (22.03.),
Bil­ly ‘The Kid’ Emer­son (14.06.),
Doug Ham­mond Trio (13.09.),
John Sco­field feat. Ste­ve Swal­low (27.09.),
Karls­ru­her Kul­tur­markt (20. & 21.09.)

21. Novem­ber 1980

2. Gro­ßes Fest in der Schau­burg

Aus dem Pro­gramm: “Auf­grund der gro­ßen Begeis­te­rung, mit der das letzt­jäh­ri­ge Fest auf­ge­nom­men wur­de, kommt es am 21.11. zu einer Neu­auf­la­ge.” 14 Jazz­grup­pen aller Stil­rich­tun­gen tre­ten auf bei 1.500 Besu­chern. Radio und Fern­se­hen sind zuge­gen. Die Ein­gangs­tü­ren muss­ten zeit­wei­se geschlos­sen wer­den, so groß ist der Andrang die­ses Mal. Der zustän­di­ge Dezer­nent der Stadt bringt den Vor­schlag ein, den Jazz­club im Brü­cken­pa­vil­lon unter­zu­brin­gen.

BNN, 25.11.1980

24. Novem­ber 1980

Ein eige­ner Flü­gel

Gekauft, ohne sich zuvor um Zuschüs­se zu bemü­hen. Die Stadt gewähr­te nach­träg­lich eine Unter­stüt­zung.

1981

Kon­zert-High­lights

Joe Hen­der­son & Tete Mon­to­liu Quar­tett (09.02.),
John Car­ter – Bob­by Brand­fort Quin­tet feat. James New­ton (07.03.),
Peter Her­bolz­hei­mer Big Band (14.03. – Besu­cher­re­kord: 400 Gäs­te),
Heinz Sau­er – Bob Degen Quar­tet (09.05.),
Dol­lar Brand (13.05.), Ben­ny Bai­ley Quin­tet (27.05.),
Ronald Shannon’s Deco­ding Socie­ty (03.06., Schau­burg),
James Newton’s Wood­wind Quin­tet (09.07.),
Les­ter Bowie Octett (03.09.),
Afro Algon­quin feat. Ras­hied Ali (19.09.),
Wal­ter Brot­hers (03.10.),
Doug Ham­mond Trio (10.10.),
James Newton/John Car­ter Duo & Elvin Jones Jazz Machi­ne (25.10.),
3. Gros­ses Jazz­fest in der Schau­burg (27.22.),
Chet Bak­er (06.12.)

Gäs­te­buch­ein­trag Joe Hen­der­son, 9.2.1981

22. Okto­ber 1981

Karls­ru­her Podi­um

Aus dem Okto­ber-Pro­gramm: “Wer denkt nicht ger­ne an die Ses­si­ons und Expe­ri­men­te im Post­wirt­kel­ler zurück (an den Post­wirt weni­ger)? Jetzt soll es wieder etwas ähn­li­ches geben: jeden 1. und 3. Don­ners­tag wer­den Karls­ru­her Musi­ker Live-Musik bie­ten! Fes­te, als auch ad hoc For­ma­tio­nen, sind will­kom­men. Orga­ni­sa­ti­on: Rudi ‘King’ Theil­mann.”

22. Okto­ber 1981

Mit­glie­der­ver­samm­lung

Bern­hard Hen­kel wird zum 1., Rudi ‘King’ Theil­mann zum 2. Vor­sit­zen­den gewählt. Fach­re­fe­ren­ten sind: Man­fred Pfei­fer (Öffent­lich­keits­ar­beit), Ste­phan Meyner (Pro­gramm), Cor­nel Pasch­mann (Kas­sie­rer), Ingrid Löff­ler (Kas­sen­wart), Gerd Fink (Redak­ti­on).

27. Novem­ber 1981

3. Gro­ßes Jazz­fest in der Schau­burg

wieder mit 15 Karls­ru­her Bands, cir­ca 80 Musi­kern, dar­un­ter Modern Jazz Quin­tet Karls­ru­he, Giga Brun­ner ‘Magni­tu­bel Pødes’, Turm­berg City Stom­pers, Wolfstieg/Zierep Band, Euka­lyp­tus Now.

BNN vom 30.11.1981:
“Von sol­chen Besu­cher­zah­len kön­nen Kino­be­sit­zer sonst nur träu­men (…) Knapp 2.000 woll­ten die­ses Jahr sehen, was die Karls­ru­her Sze­ne zu bie­ten hat (…) “Gros­ses Fest” nann­te es der Club eher beschei­den, doch was sich da in 7 Stun­den abspiel­te, hät­te ohne wei­te­res das Eti­kett “Fes­ti­val” ver­dient. Ein nicht all­täg­li­ches Spek­ta­kel, das oben­drein ohne einen Griff in die städ­ti­schen Kas­sen zustan­de kam.”

1982

Kon­zert-High­lights

Al Jones Blues­band (23.01. & 27.11.), Don Moye Quar­tet (30.01.), Lou­sia­na Red (06.02., 23 & 24.10.), Bil­ly Bang Quar­tet (02.04.), David Mur­ray Trio (24.04.), Blind John Davis (19.05.), Bur­ton Gree­ne Quar­tet (22.05.), Erwin Lehn Big Band (26.05.), Roscoe Mit­chell & Sound Ensem­ble (11.06.), Con­do­na (17.09.), Peter Her­bolz­hei­mer Rhythm & Brass (16.11.), Jas­per van’t Hof/Edward Vesala/Toto Blan­ke (10.12.)

19. Febru­ar 1982

Jazz­club goes TV

In einem sechs­mi­nü­ti­gen Por­trait zeigt das Regio­nal­pro­gramm der ARD in der Abend­schau Aus­schnit­te aus dem Fest in der Schau­burg und dem Chet Bak­er-Kon­zert sowie ein Inter­view mit dem 1. Vor­sit­zen­den Bern­hard Hen­kel.

2. März 1982

Blut­spen­de­ak­ti­on

Zur Finan­zie­rung anste­hen­der Reno­vie­rungs­ar­bei­ten im neu­en Pro­be­kel­ler bit­tet der Jazz­club um frei­wil­li­ge Blut­spen­den. Bern­hard Hen­kel in den BNN vom 02.03.1982: “Wir erin­ner­ten uns an den Auf­ruf des Kli­ni­kums, das im ver­gan­ge­nen Som­mer hän­de­rin­gend nach Blut­spen­dern such­te. Und dabei wur­de die­se Idee dann gebo­ren.” Im Sep­tem­ber ste­hen die Pro­be­räu­me kurz vor der Fer­tig­stel­lung.

1983

Kon­zert High­lights

John­ny Grif­fin Quar­tett (23.01), David Mur­ray Quar­tet (26.02.),
James New­ton Quar­tet feat. Andrew Cyril­le (13.03.),
Phil­ly Joe Jones Quar­tet (15.04.),
Embryo feat. Char­lie Maria­no (14.05.),
Lee Konitz/Martial Solal Duo (28.05.),
Vin­ny Golia Trio / Hor­ace Taps­cott Trio / Ode­an Pope Trio (07.09.),
Mat­thi­as Frey/Wolfgang Tiepold/Trilok Gur­tu (25.09.),
Bar­ney Kes­sel Trio (27.11.),
4. Gro­ßes Jazz­fest in der Schau­burg (16.12.)

Gäs­te­buch­ein­trag Bar­ry Kes­sel, 27.11.1983

August 1983 — Sep­tem­ber 1983

Umzug

Ein kur­zes Gast­spiel gibt der Jazz­club im Malz­bo­den genann­ten Teil in der Monin­ger Gast­stät­te, Kai­ser­stra­ße 142.

Aus dem Sep­tem­ber-Pro­gramm: “Wir sind umge­zo­gen! In som­mer­li­cher Hit­ze und Stil­le sind wir ins Stadt­zen­trum zurück­ge­kehrt (…) Die zen­tra­le Lage, die güns­ti­gen Räum­lich­kei­ten und die sehr freund­li­che Auf­nah­me durch die ver­ant­wort­li­chen Her­ren des Brau­hau­ses Monin­ger haben uns die anfangs schwie­ri­ge Ent­schei­dung für den Umzug schließ­lich leicht gemacht. Wir hof­fen auf eine gute Zusam­men­ar­beit …”.

Das ers­te Kon­zert im Malz­bo­den fin­det am 3.9. mit Gün­ter Moll und dem Mar­tin Mül­ler Trio statt. In die­se Zeit fällt auch die Anschaf­fung eines neu­en Flü­gels, der aus Landes‑, Stadt‑, und eige­nen Mit­teln finan­ziert wur­de.

1984

22. März 1984

Art Bla­key

Zum ers­ten Mal in Karls­ru­he: Art Bla­key & The Jazz Mes­sen­gers tre­ten im Kon­zert­haus auf.

Art Bla­key trägt sich ins Jazz­club-Gäs­te­buch ein: Bern­hard Hen­kel, Art Bla­key, Gert Fink (v.l.n.r.)

zwei­te Hälf­te 1984

Brief­ak­ti­on

Als lang­sam klar wird, dass der Jazz­club zum Jah­res­en­de aber­mals sei­ne Spiel­stät­te ver­lie­ren wird, enga­gie­ren sich zahl­rei­che Jazz­fans in einer Brief­ak­ti­on für den Erhalt der Räu­me des Clubs, dar­un­ter so bekann­te Namen wie Peter Her­bolz­hei­mer und Joa­chim-Ernst Ber­endt.

Ober­bür­ger­meis­ter Otto Dul­len­kopf in einem Brief an Bern­hard Hen­kel vom 6.11.1984: “…es ver­geht kaum ein Tag, an dem mich nicht ein Brief in Sachen Raum­pro­ble­me des Jazz­clubs erreicht, in. dem die Stadt um Hil­fe gebe­ten wird.”

31. Dezem­ber 1984

Aus­zug Malz­bo­den

Als die Braue­rei Monin­ger dem Betrei­ber der Gast­stät­te den Pacht­ver­trag zum Jah­res­en­de kün­digt, ist auch die Zeit des Jazz­club im Malz­bo­den vor­bei.

1985

11. Janu­ar 1985

Eröff­nungs­kon­zert JUBEZ

Die Brief­ak­ti­on zeigt Wir­kung. Schon am 11.1.1985 fin­det das Eröff­nungs­kon­zert mit Johan­nes Fabers “Con­sor­ti­um” statt. Am Schlag­zeug nie­mand gerin­ge­res als Bil­ly Cob­ham.

In die­ser Zeit ent­wi­ckelt sich der Jazz­club unter Bern­hard Hen­kel. zu einem Ver­an­stal­ter von inter­na­tio­na­lem For­mat. Mit Sarah Vaughn, Lio­nel Hamp­ton, Diz­zy Gil­le­spie, Art Bla­key, dem Modern Jazz Quar­tet holt der Club Welt­stars der Sze­ne nach Karls­ru­he.

2007

Kul­tur­zen­trum Alter Schlacht­hof

Im April kehrt der Jazz­club in die reno­vier­te Schlacht­haus­gasttät­te zurück, die für die nächs­ten zwei Jah­re unter dem Namen “Kal­dau­ne” betrie­ben wird.

2009

Im Schlacht­hof

Der Päch­ter wech­selt, der Jazz­club bleibt: ab nun ist der Club zu Gast in der Gast­stät­te “Im Schlacht­hof” – vor­erst ohne den Ort zu wech­seln.

2014

Hei­mat­los

Der Jazz­club ver­liert die sicher geglaub­te Spiel­stät­te und ist nun zu Gast in der Alten Hacke­rei, Toll­haus, Jubez, Tem­pel, KOHI, Badi­scher Kunst­ver­ein, Badi­sches Staats­thea­ter, ZKM, AKK (Uni Karls­ru­he), KIT-Audi­max (Uni Karls­ru­he), Heming­way Lounge, u.v.m.

Vie­len Dank an unse­re Unter­stüt­zer!

Dezem­ber 2014

Jazz­fes­ti­val im ZKM

nach 18 Jah­ren Fes­ti­val­pau­se gibt es ein rau­schen­des Jazz­fes­ti­val im ZKM mit 3 Büh­nen und 10 Bands.

2015

Jazz­fes­ti­val im ZKM

Trotz der Hei­mat­lo­sig­keit stemmt der rein ehren­amt­lich arbei­ten­de Ver­ein gleich 3 Fes­ti­vals:

  • Lan­des­jazz­fes­ti­val im Schloß­gar­ten vom 4. – 6. Sep­tem­ber mit vie­len loka­len Bands und Spe­cial Guest Raul Midon
  • Finest-Jazz im ZKM mit 4 von einer inter­na­tio­na­len Jury aus­ge­wähl­ten Bands aus Baden-Würt­tem­berg
  • Lan­des­jazz­fes­ti­val im ZKM mit u.a. mit Ron Car­ter & Four­sight Quar­tett

2016

Euro­päi­sche Kul­tur­ta­ge

Der Jazz­club wirkt bei den Euro­päi­schen Kul­tur­ta­gen mit. Zu Gast: Ibra­him Maal­ouf – Red & Black light Tour – in Koope­ra­ti­on mit dem ZKM

Dezem­ber 2016

Jazz­fes­ti­val

Das Jazz­fes­ti­val ist in Karls­ru­he wieder eine fes­te Grö­ße.

2017

Jubez

Der Jazz­club zieht für 12 Mona­te zurück ins Jubez, hier war er schon von 1985 – 2006 zuhau­se.

Full­house bei der Ses­si­on im Jubez

2018

Ehe­ma­li­ge Kur­bel

20. Novem­ber 2018

Um 15 Uhr ent­schei­det der Gemein­de­rat mit 40/8 Stim­men für das Kon­zept “Jazz­club in der ehe­ma­li­gen Kur­bel”.

Dort wird der Jazz­club auch mit dem Umbau finan­zi­ell unter­stützt. Der Jazz­club beschrei­tet nun einen neu­en eigen­stän­di­gen Weg. Des­wei­te­ren wer­den erst­mals in der Geschich­te des Ver­eins finan­zi­el­le Mit­tel für Per­so­nal frei­ge­ge­ben.

Das Kur­bel­ki­no in der Kai­ser­pas­sa­ge vor dem Umbau zum Jazz­club

2019

50 Jah­re Jazz­club | das Buch

Der Jazz­club erreicht sein 50-jäh­ri­ges Bestehen. Dies fei­ert der Jazz­club mit einem gro­ßen Fes­ti­val und einem reich bebil­der­ten Jubi­lä­ums­buch, das die span­nen­de Geschich­te sei­ner Ent­ste­hung von sei­nen Anfän­gen nach dem Zwei­ten Welt­krieg über die offi­zi­el­le Grün­dung als Jazz­club Karls­ru­he e.V. im Jahr 1969 bis zum Jubi­lä­ums­jahr 2019 nach­zeich­net. 

Das Buch gibts hier: jazzclub.de/shop

2020

Coro­na­pan­de­mie

Die Coro­na­pan­de­mie beginnt. Wie die gesam­te Gesell­schaft wird auch die Kul­tur­sze­ne davon mit aller Wucht erfasst. Den Jazz­club trifft das Ereig­nis in einer der hei­kels­ten Pha­sen sei­nes Bestehens. Gera­de setzt der Ver­ein zum Sprung in die ers­te eige­ne Spiel­stät­te an, als Kon­zer­te abge­sagt, Umbau­plä­ne ange­passt, Bau­ar­bei­ten unter­bro­chen, Finan­zie­run­gen zusam­men­bre­chen und neu gedacht wer­den müs­sen. Der Jazz­club kämpft sich mit Strea­ming-Kon­zer­ten, Spen­den­auf­ru­fen, Koope­ra­tio­nen, mit Geduld und Krea­ti­vi­tät irgend­wie durch, und schafft es, sein kul­tu­rel­les Ange­bot so gut es geht auf­recht zu erhal­ten und den nun­mehr unum­kehr­ba­ren Weg zur eige­nen Hei­mat den­noch erfolg­reich fort­zu­set­zen.  

2023

Eröffnungs­festival

Es ist soweit: Nach lan­ger und auf­re­gen­der Umbau­zeit ist die neue Spiel­stät­te in der Kai­ser­pas­sa­ge bezugs­be­reit. Mit einem zwei­tä­gi­gen Eröffnungs­festival und meh­re­ren Son­der­kon­zer­ten im Anschluss fei­ert der Jazz­club den Beginn einer neu­en Ära. War sein Bestehen bis­her vom Leit­mo­tiv der schein­bar ewi­gen Suche nach einer eige­nen Spiel­stät­te geprägt, bezieht der Jazz­club mit dem umge­bau­ten Kino­saal in der Kai­ser­pas­sa­ge nun sei­ne fes­te Spiel­stät­te mit­ten in der Karls­ru­her Innen­stadt — Ein his­to­ri­scher Schritt, der die Pha­se der ewi­gen Wan­der­schaft glück­lich been­det. 

2025

Kulis­se für den Tat­ort

Pre­mie­re und Roll­back: Der Jazz­club wird wieder zum Kino – aber nur tem­po­rär: Der SWR fin­det im Jazz­club die idea­le Kulis­se für den neu­es­ten „Tatort“-Falls des Stutt­gar­ter Ermitt­ler­teams Lan­nert und Bootz, der im Umfeld einer Kino-Pre­mie­re spielt. Nicht nur der Groß­teil der Dreh­ar­bei­ten, auch die tat­säch­li­che Pre­mie­ren­fei­er mit Film­team und Schau­spie­lern fin­det im Jazz­club statt.