Lade Veranstaltungen

Home­grown — Noah Die­mer Quar­tett

Montag | 15. Juni 2026
20:00 Uhr
Eintritt: auf freiwilliger Basis

Home­grown — Noah Die­mer Quar­tett

Jazz von packen­der Gestal­tungs­kraft“
(Georg Spind­ler; „Mann­hei­mer Mor­gen“)
„Mit einer per­fek­ten Mischung aus Vir­tuo­si­tät, Emo­tio­na­li­tät und Inno­va­ti­on gelingt es, das Gen­re neu zu defi­nie­ren, ohne dabei sei­ne Wur­zeln zu ver­ges­sen.“
„Völ­lig zu Recht gilt Noah Die­mer als einer der viel­ver­spre­chen­den jun­gen Musi­ker der deut­schen Jazz­sze­ne.“
(Gerald Lan­ger, music-on-net)
Die­se Ein­schät­zun­gen mar­kie­ren den Aus­gangs­punkt für die Wei­ter­ent­wick­lung des Pia­nis­ten und Kom­po­nis­ten, der sei­ne musi­ka­li­sche Hand­schrift nun wei­ter­führt. Mit Dani­el Ron­ca­ri am Saxo­phon, Mario Angel­ov am Bass und David Gie­sel am Schlag­zeug erwei­tert sich der Klang­raum gegen­über dem Trio hin zu noch fei­ne­ren, farb­in­ten­si­ve­ren Dia­lo­gen. Das Quar­tett ver­bin­det moder­ne Jaz­z­äs­the­tik mit lyri­scher Klar­heit, Zusam­men­spiel mit erzäh­le­ri­scher Tie­fe und ent­wi­ckelt dar­aus einen offe­nen, leben­di­gen Ensem­ble­klang.
Wie bereits im Mann­hei­mer Mor­gen im Rah­men des Albums „traces of dusk“ her­vor­ge­ho­ben wur­de, ver­fügt Noah Die­mers Musik über eine beson­de­re gestal­te­ri­sche Kraft: Sie zeich­net sich durch eine aus­ge­präg­te dra­ma­tur­gi­sche Ent­wick­lung, gro­ße Sen­si­bi­li­tät und die Fähig­keit aus, eine brei­te Palet­te an Stim­mun­gen zu ent­fal­ten. Die­se Qua­li­tä­ten prä­gen auch das neue Pro­gramm – noch rei­cher an Far­ben und emo­tio­na­len Span­nungs­bö­gen.
Ein zen­tra­ler Inspi­ra­ti­ons­punkt für das aktu­el­le Reper­toire sind die Tex­te des japa­ni­schen Autors Haru­ki Mura­ka­mi. Sei­ne kla­re, redu­zier­te Spra­che, die stil­len sur­rea­len Ver­schie­bun­gen sowie die Mischung aus Inner­lich­keit, Melan­cho­lie und sub­ti­lem Humor bil­den den lite­ra­ri­schen Reso­nanz­raum der Musik.
Die Wer­ke grei­fen die­se Stim­mun­gen auf, ohne kon­kre­te Erzäh­lun­gen zu adap­tie­ren: Mura­ka­mis Figu­ren bewe­gen sich durch Zwi­schen­wel­ten – zwi­schen Traum und Rea­li­tät, Ein­sam­keit und Begeg­nung. Die­ses Schwe­ben über­trägt das Quar­tett in musi­ka­li­sche Cha­rak­ter­stu­di­en.
Die Kom­po­si­tio­nen grei­fen die­se lite­ra­ri­schen Stim­mun­gen auf und ent­wi­ckeln dar­aus musi­ka­li­sche Erzäh­lun­gen mit kla­ren Span­nungs­bö­gen. Wie im Arti­kel beschrie­ben, fol­gen sie einer aus­ge­feil­ten Dra­ma­tur­gie, besit­zen ein hohes Maß an Sen­si­bi­li­tät und sind in der Lage, unter­schied­lichs­te Stim­mun­gen her­vor­zu­ru­fen – von intro­ver­tier­ter Lyrik bis zu kraft­vol­len Aus­brü­chen. Immer wieder öff­nen die Stü­cke über­ra­schen­de Wen­dun­gen. Wie­der­keh­ren­de Moti­ve tau­chen ver­än­dert wieder auf und schaf­fen ein Netz aus inne­ren Bezü­gen – wie lite­ra­ri­sche Sym­bo­le, die ihre Bedeu­tung im Ver­lauf ver­än­dern.
So formt das Noah Die­mer Quar­tett ein Pro­gramm, das Jazz als erzäh­le­ri­sche Kunst ver­steht: getra­gen von einer Hand­schrift, die immer wieder neue Räu­me öff­net.

Beset­zung:
Noah Die­mer — Kla­vier; Kom­po­si­ti­on
Dani­el Ron­ca­ri — Saxo­phon
Mario Angel­ov — Bass
David Gie­sel — Schlag­zeug

Vielen Dank an unsere Jazzfestival-Sponsoren!

Möchten auch Sie uns fördern? Wir freuen uns über weitere Sponsoren! Schreiben Sie eine E-Mail an hier klicken... @jazzclub.de