Die Weltgeschichte ist voller Dinge, die verloren sind – mutwillig zerstört oder im Lauf der Zeit abhanden gekommen. Judith Schalanskywidmet sich dem, was das Verlorene hinterlässt: verhallte Echos undverwischte Spuren, Gerüchte und Legenden, Auslassungszeichen und Phantomschmerzen. Ausgehend von verloren gegangenen Natur- und Kunstgegenständen wie den Liedern der Sappho, dem abgerissenen Palast der Republik, einer ausgestorbenen Tigerart oder einer im Pazifik versunkenen Insel, entwirft sie ein naturgemäß unvollständiges Verzeichnis des Verschollenen und Verschwundenen, das seine erzählerische Kraft dort entfaltet, wo die herkömmliche Überlieferung versagt. Umrahmt wird die Lesung von einem Quartett um den Holzbläser Gerd Pfeuffer.
In Kooperation mit dem Badischen Staatstheater Karlsruhe
Dauer: 2h 00, 1 Pause
Ort: Neues Entrée, Badisches Staatstheater Karlsruhe
//Gerd Pfeuffer (Altsaxophon,Sopransaxophon,Flöte)
//Wolfgang Klockewitz (Piano)
//Jan Götz (Bass)
//Steffen Schuhmacher (Schlagzeug)

