BAND 1 — Lotus Flower Trio
Eine musikalische Hommage an berühmte Kämpferinnen und Kämpfer wie Rosa Parks, die Madres de Plaza de Mayo oder Nelson Mandela – Leuchttürme sozialer und politischer Bewegungen – hat der in Paris lebende Pianist Bruno Angelini geschaffen. Seine Kompositionen werden in einem außergewöhnlich besetzten Trio gespielt: gemeinsam mit den Saxophonistinnen Sakina Abdou aus Lille und Angelika Niescier aus Köln entsteht ein kraftvoller, zugleich sensibler Klangraum. Angelini, der erst mit Anfang zwanzig zum Jazz fand, wurde von seinem Klavierlehrer Sammy Abenaïm – einem sephardischen Musiker aus Marokko – geprägt. Abenaïm vermittelte ihm eine Philosophie des genauen Hinhörens, der Resonanz und der bewussten Klanggestaltung: „Nie einen Ton spielen, den man nicht wirklich meint.“ Dieses Prinzip prägt Angelinis Musik bis heute.
// Piano & Komposition — Bruno Angelini
// Tenorsaxophon — Sakina Abdou
// Altsaxophon — Angelika Niescier
BAND 2 — daoud
daoud hat sich den Ruf des Enfant terrible des französischen Jazz erspielt, indem er Jazz mit Einflüssen aus Hip-Hop, R’n’B und Elektronik vermischt und sich von Absurditäten und dem Akt des Scheiterns für seine Kompositionen inspirieren lässt, die Puristen weniger gefallen dürften. So kommt seine Musik fröhlich, positiv und tanzbar und voller Emotionen daher, ohne auf Stilschubladen zu achten und Pop, Jazz, Rock, Groove und Fusion mit gehörigem Witz zu verquirlen. Sein in diesem Sommer erscheinendes Debutalbum auf dem deutschen Jazzlabel Act „ok“ sei ein Jazzalbum mit Pop-Denke, heißt es. Die Verbindung aus Komik und Tragik der Figur des trompetespielenden Clowns war für daouds Haltung zur Musik stets ein Vorbild und kommt auf „ok“ überzeugend zum Klingen.
// Trompete — daoud
// Keyboards — Thomas Perier
// Kontrabass — Louis Navarro
// Drums — Quentin Braine

