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die Geschichte

2018

Um 15Uhr am 20.11.2018 entscheidet der Gemeinderat mit 40/8 Stimmen für das Konzept, Jazzclub in der ehemaligen Kurbel. Dort wird der Jazzclub auch mit dem Umbau finaziell unterstützt. Der Jazzclub beschreitet nun einen neuen eigenständigen Weg. Desweiteren werden erstmals in der Geschichte des Vereins finanzielle Mittel für Personal freigegeben.

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2017

Der Jazzclub zieht für 12 Monate zurück ins Jubez, hier war er schon von 1985-2006 zuhause.


Fullhouse bei der Session im Jubez

2016

Das Jazzfestival ist in Karlsruhe wieder eine feste Größe.

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2016

Der Jazzclub wirkt bei den Europäischen Kulturtagen mit.
Zu Gast: Ibrahim Maalouf – Red & Black light Tour – in Kooperation mit dem ZKM

ekt2016

2015

Trotz der Heimatlosigkeit, stemmt der rein ehrenamtlich arbeitende Verein gleich 3 Festivals.
Landesjazzfestival im Schloßgarten vom 4.-6.Sept mit vielen Lokalen Bands und Special Guest Raul Midon
Finest-Jazz im ZKM mit 4 von einer internationalen Jury ausgewählten Bands aus Baden-Württemberg
Landesjazzfestival im ZKM mit u.a. mit Ron Carter  & Foursight Quartett

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2014

nach 18 Jahren Festivalpause gibt es ein rauschendes Jazzfestival im ZKM
mit 3 Bühnen und 10 Bands.

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2014

Heimatlos

Im Mai verläßt der Jazzclub die sicher geblaubte Spielstätte.

Der Jazzclub ist nun zu Gast in der Alten Hackerei, Tollhaus, Jubez, Tempel, KOHI, Bad. Kunstverein,  Bad. Staatstheater, ZKM, AKK (Uni Karlsruhe),  KIT-Audimax (Uni Karlsruhe),  Hemingway Lounge, u.v.m.

…Danke an unsere Unterstützer!

2009

Der Pächter wechselt, der Jazzclub bleibt: ab nun ist der Club zu Gast in der Gaststätte “Im Schlachthof”  vorerst ohne den Ort zu wechseln.

2007

2007 – 2009 Kulturzentrum Alter Schlachthof

Im April kehrt der Jazzclub in die renovierte Schlachthausgasttätte zurück, die für die nächsten zwei Jahre unter dem Namen “Kaldaune” betrieben wird.

1985

1985 – 2006 Die Jahre im Jubez
Mit Hilfe der Stadt wird das Jubez am Kronenplatz als neues Domizil für den Jazzclub gefunden.

1984

Noch ein kurzes Gastspiel auf dem Malzboden des Brauhauses Moninger.

1983


August/September 1983 – Umzug

Ein kurzes Gastspiel gibt der Jazzclub im Malzboden genannten Teil in der Moninger Gaststätte, Kaiserstr. 142. Aus dem September-Programm: “Wir sind umgezogen! In sommerlicher Hitze und Stille sind wir ins Stadtzentrum zurückgekehrt (…) Die zentrale Lage, die günstigen Räumlichkeiten und die sehr freundliche Aufnahme durch die verantwortlichen Herren des Brauhauses Moninger haben uns die anfangs schwierige Entscheidung für den Umzug schließlich leicht gemacht. Wir hoffen auf eine gute Zusammenarbeit…”
Das erste Konzert im Malzboden findet am 03.09. mit
Günter Moll und dem Martin Müller Trio statt.
In diese Zeit fällt auch die Anschaffung eines neuen Flügels, der aus Landes-, Stadt-, und eigenen Mitteln finanziert wurde.

Konzert Highlights
Johnny Griffin Quartett (23.01), David Murray Quartet (26.02.), James Newton Quartet feat. Andrew Cyrille (13.03.), Philly Joe Jones Quartet (15.04.), Embryo feat. Charlie Mariano (14.05.), Lee Konitz/Martial Solal Duo (28.05.),
Vinny Golia Trio / Horace Tapscott Trio / Odean Pope Trio (07.09.), Matthias Frey/Wolfgang Tiepold/Trilok Gurtu (25.09.), Barney Kessel Trio (27.11.), 4. Großes Jazzfest in der Schauburg (16.12.)

Gästebucheintrag Barry Kessel, 27.11.1983
1982


19.02.1982 – Jazzclub goes TV

In einem sechsminütigen Portrait zeigt das Regionalprogramm der ARD in der Abendschau Ausschnitte aus dem Fest in der Schauburg und dem Chet Baker-Konzert sowie ein Interview mit dem 1. Vorsitzenden Bernhard Henkel.

02.03.1982 – Blutspendeaktion
Zur Finanzierung anstehender Renovierungsarbeiten im neuen Probekeller bittet der Jazzclub um freiwillige Blutspenden. Bernhard Henkel in den BNN vom 02.03.1982: “Wir erinnerten uns an den Aufruf des Klinikums,  das im vergangenen Sommer händeringend nach Blutspendern suchte. Und dabei wurde diese Idee dann geboren.” Im September stehen die Proberäume kurz vor der Fertigstellung.

Konzert-Highlights
Al Jones Bluesband (23.01. & 27.11.), Don Moye Quartet (30.01.), Lousiana Red (06.02., 23 & 24.10.), Billy Bang Quartet (02.04.), David Murray Trio (24.04.), Blind John Davis (19.05.), Burton Greene Quartet (22.05.), Erwin Lehn Big Band (26.05.), Roscoe Mitchell & Sound Ensemble (11.06.),
Condona (17.09.), Peter Herbolzheimer Rhythm & Brass (16.11.), Jasper van’t Hof/Edward Vesala/Toto Blanke (10.12.)

1981


22.10.1981 – Karlsruher Podium

Aus dem Oktober-Programm: “Wer denkt nicht gerne an die Sessions und Experimente im Postwirtkeller zurück (an den Postwirt weniger)? Jetzt soll es wieder etwas ähnliches geben: jeden 1. und 3. Donnerstag werden Karlsruher Musiker Live-Musik bieten!” Feste, als auch ad hoc Formationen, sind willkommen. Organisation: Rudi ‘King’ Theilmann.

 

Original Plakat
James Newton/John Carter Duo &
Elvin Jones Jazz Machine, 25.11.1981


27.11.1981 – 3. Großes Jazzfest in der Schauburg
wieder mit 15. Karlsruher Bands, circa 80 Musiker, darunter Modern Jazz Quintet Karlsruhe, Giga Brunner ‘Magnitubel Pødes’, Turmberg City Stompers, Wolfstieg/Zierep Band, Eukalyptus Now.
BNN vom 30.11.1981: “Von solchen Besucherzahlen können Kinobesitzer sonst nur träumen (…) Knapp 2.000 wollten dieses Jahr sehen, was die Karlsruher Szene zu bieten hat (…) “Grosses Fest” nannte es der Club eher bescheiden, doch was sich da in 7 Stunden abspielte, hätte ohne weiteres das Etikett “Festival” verdient. Ein nicht alltägliches Spektakel, das obendrein ohne einen Griff in die städtischen Kassen zustande kam.”

 

Chet Baker, 06.12.1981

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

10.12.1981 – Mitgliederversammlung
Bernhard Henkel wird zum 1., Rudi ‘King’ Theilmann zum 2. Vorsitzenden gewählt. Fachreferenten sind: Manfred Pfeifer (Öffentlichkeitsarbeit), Stephan Meyner (Programm),
Cornel Paschmann (Kassierer), Ingrid Löffler (Kassenwart), Gerd Fink (Redaktion).

Gästebucheintrag Joe Henderson, 09.02.1981

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Konzert-Highlights
Joe Henderson & Tete Montoliu Quartett (09.02.), John Carter – Bobby Brandfort Quintet feat. James Newton (07.03.),
Peter Herbolzheimer Big Band (14.03. – Besucherrekord: 400 Gäste), Heinz Sauer – Bob Degen Quartet 09.05.),
Dollar Brand (13.05.), Benny Bailey Quintet (27.05.),
Ronald Shannon’s Decoding Society (03.06., Schauburg), James Newton’s Woodwind Quintet (09.07.), Lester Bowie Octett (03.09.), Afro Algonquin feat. Rashied Ali (19.09.), Walter Brothers (03.10.), Doug Hammond Trio (10.10.),
James Newton/John Carter Duo & Elvin Jones Jazz Machine (25.10.), 3. Grosses Jazzfest in der Schauburg (27.22.),
Chet Baker (06.12.)

1980


21.11.1980 – 2. Großes Fest in der Schauburg

Aus dem Programm: “Aufgrund der großen Begeisterung, mit der das letztjährige Fest aufgenommen wurde, kommt es am 21.11. zu einer Neuauflage.”
14 Jazzgruppen aller Stilrichtungen treten auf bei 1.500 Besuchern. Radio und Fernsehen sind zugegen. Die Eingangstüren mussten zeitweise geschlossen werden, so groß ist der Andrang dieses Mal.
Der zuständige Dezernent der Stadt bringt den Vorschlag ein, den Jazzclub im Brückenpavillon unterzubringen.

BNN, 25.11.1980


24.11.1980 – Ein eigener Flügel

Gekauft, ohne sich zuvor um Zuschüsse zu bemühen. Die Stadt gewährte nachträglich eine Unterstützung.

Konzert-Highlights
Al Jones Bluesband (12.01.), Sam Rivers Trio feat. Dave Holland (22.03.), Billy ‘The Kid’ Emerson (14.06.), Doug Hammond Trio (13.09.), John Scofield feat. Steve Swallow (27.09.), Karlsruher Kulturmarkt (20. & 21.09.)

1979


Februar 1979 – Auszug aus dem Postwirtkeller

Die letzte Veranstaltung findet am 17.02.1979 statt.
Aus dem Januar/Februar-Programm: “In eigener Sache: (…) Wir müssen also spätestens zur Sommerpause wieder mal umziehen, und wissen noch nicht, wohin. (Wer einen geeigneten Keller weiß, bitte schnellstens melden!)”
Bernhard Henkel wird als 2. Vorsitzender geführt.
Ab März finden einige wenige Veranstaltungen an wechselnden Orten statt, bspw. im Jugendheim West, im Jugendheim Anne Frank, der Universität.

Bernd Konrad Unit, Bad. Kunstverein, 11.02.1979 / Plakat-Gestaltung: Reiner Haebler


Oktober 1979 – Einzug in die Schlachthofgaststätte

Verschiedene Möglichkeiten eines neuen Clublokals wurden in Erwägung gezogen, u.a. das Künstlerhaus, die Kellerräume unter dem Krokodil, eine Tankstelle in der Adlerstr., der Brückenpavillon in der Fritz-Erler-Str. Ein als Provisorium gedachtes Lokal erweist sich als verlässliches Obdach: die Schlachthofgaststätte in der Durlcher Allee 64.

30.11.1979 – 10 Jahre Jazzclub Karlsruhe
Großes Fest in der Schauburg mit 15 Gruppen von Dixie bis Free. Wird fortan wegen des großen Erfolgs jährlich ausgetragen.

10-jähriges Bestehen des Jazzclubs – Großes Fest in der Schauburg, 30.11.1979 / Plakat-Gestaltung: Manfred Pfeiffer


Konzert-Highlights

Herbert Joos Quartett (19.01.), Little Willie Littlefield (26.01.), Schüler-Presse-Info mit Joachim E. Berendt (17.02.),
Arthur White Group (04.05.)

1978

 

Jazz Matinee, Bad. Kunstverein, 16.07.1978 / Plakat-Plakat-Gestaltung: Reiner Haebler


16. & 17.09.1978 – Karlsruher Kulturmarkt

Der Jazzclub  ist Mitbegründer des Karlsruher Kulturmarkts, der fortan jährlich ausgetragenen und größten örtlichen Kulturveranstaltung der nahen Region, mit bis zu 50.000 Besuchern.

1. Karlsruher Kulturmarkt, 16. & 17.09.1978


Dezember 1978 – Erneut am Scheideweg

Das Verhältnis des Jazzclubs zum Betreiber des Postwirtkellers verschlechtert sich zusehends und gipfelt nach dem ausführlichen BNN-Artikel “Der Jazzclub steht erneut am Scheideweg” vom 09.12.1978 in einem öffentlichen Schlagabtausch in derselben Tageszeitung. Berichtet wird über unüberbrückbare Gegensätze. Der Wirt muss an seine Umsätze denken, der Club an die musikalische Entwicklung.

23.12.1978 – Karlsruher Jazzmeeting
Neben Günter Boas & Bluesicans, Karree, Hal Singer und der Frederic Rabold Crew spielt wieder das Interaction Jazz Orchester Karlsruhe, kurz IAJOK, drei speziell für diesen Abend geschriebene Stücke.

BNN vom 23.12.1978


Konzert-Highlights

Bob Carter (24.01.), Jasper van’t Hof (27.01.), Tony Scott & The Indonesian All-Stars (15.02.), Alexander von Schlippenbach (03.03.), Lockjaw Davis & Sweets Edison & Habla Trio (14.03.), Errol Dixon (18.03.), Buddy Tate & Habla Trio (25.04.), Peanuts Hucko & Habla Trio (02.05.), Charly Antolini’s Jazz Power (06.05.), Hans Koller – Herbert Joos Quartett (12.05.), Doug Hammond Trio (19.05. & 06.10.), Piano Red: Dr. Feelgood (20.05.), Eddie ‘Cleanhead’ Vinson (03.06.)

1977

 

fourmenonly + one, Jazz Matinee im Badischen Kunstverein, 04.03.1977 / Plakat-Gestaltung: Reiner Haebler


02.05.1977 – Konzert für “Ein Platz an der Sonne”

Im Festzelt beim KSC findet eine große Veranstaltung für “Ein Platz an der Sonne” statt. Nach einigen finanziellen Zuwendungen der Stadt in den vergangenen Jahren, benennen alle drei Fraktionen des Stadtrats jeweils einen Vertreter als Schirmherr. Aufgrund der schlechten Besucherzahlen, lt. BNN vom 05.05.1977 kamen bloß 400 Gäste, spitzt sich die finanzielle Lage des Jazzclub weiter zu. Mit dabei sind Oscar Klein & Günter Boas’ Bluesmen, Pony Poindexter Quartett, Frederic Rabold Crew und Waldschrat als Vorband.

Jazzclub Programmplakat, Mai/Juni 1977

 

01.12.1977 – Streit im Jazzclub
Über die finanzielle Lage entzündet sich während der Jahreshauptversammlung ein Streit um die ästhetische Ausrichtung zwischen den Traditionalisten um Roland Blume und den Modernen um Wilfried Eichhorn. Dieser führt zu Eichhorns Rücktritt als 1. Vorsitzenden. Henner Kahlert, bislang der 2. Vorsitzende, übernimmt das Ruder. Blume und Eichhorn bleiben als Programmgestalter aktiv. Der Kulturreferent Emil Schiller nennt den Jazzclub in einem Interview eine “förderwürdige Vereinigung”.

17.12.1977 – Karlsruher Jazzmeeting
In Zusammenarbeit mit dem SDR findet das Festival mit der Radio Jazz Group Stuttgart (Leitung Wolfgang Dauner), und das eigens gegründete Interaction Jazz Orchester Karlsruhe, kurz IAJOK, in der Stadthalle statt. Unter den 27 Mitgliedern des Orchesters versammeln sich zahlreiche Musiker des Jazzclub, u.a. Wilfried Eichhorn, Rudolf Theilmann, Helmut Zimmer, Reiner Haebler. Bandleader ist Franz Rauls.

Konzert-Highlights
Pony Poindexter & Ken Rhodes Group (21.01.), Willie Mabon (22.01. & 10.12.), Heinz Sauer + Mallet Connection (25.02.), Schlippenbach Quartett (04.03.), Errol Dixon (26.03.), Eddie “Cleanhead” Vinson (23.04.), Blind John Davis (21.05.), Eddie Boyd (24.09.), Herbert Joos Quartett (21.10.), AMERICAN BLUES FESTIVAL mit Tommy Tucker, Lousiana Red, Dr. Ross (19.11.)

Eddie Boyd, Postwirtkeller, 24.09.1977

 

American Blues Stars, Postwirtkeller, 19.11.1977
1976


Februar 1976 – Experimente

Free-Jazz Liebhaber, Saxofonist und Flötist Wilfried Eichhorn platziert eine neue Veranstaltungsreihe, die “Experimente”. Bei freiem Eintritt können Newcomer ihre ersten Gehversuche unternehmen, oder anderweitig experimentieren: Filmvertonungen, Lyrik und Jazz, Live-Elektronik bis hin zu Pantomime, Karatevorführungen und Schattentheater. Aus diesem Format geht die noch heute monatlich ausgetragene Jazzclub Jam-Session hervor.

März 1976 – Vorstandswechsel & Pro-Jazzclub
Wilfried Eichhorn löst Roland Blume als 1. Vorsitzenden ab. Da die Besucherzahlen seit September 1975 stetig abnehmen, treten einige lokale Gruppen unter der Marke “Pro-Jazzclub” unentgeltlich auf.

03.05.1976 – Jazz-Meeting “Festival der guten Taten”
Erfolgreiches Konzert für die “Aktion Sorgenkind” im Festzelt im Schlossgarten mit ca. 1.200 Besuchern trotz einiger technischer Widrigkeiten. Problematisch war die Akustik, in der Zeltmitte waren einzelne Töne nicht mehr wahrnehmbar, ganz hinten klang es wie aus einem Transistorradio. Mikrophone fielen zeitweise aus und während die Carlo Bäder Bigband spielte fiel gar für 20 Minuten der Strom aus. Mit dabei: Bob Hall & George Green, Oscar Klein’s Bluesmen, Mamas Washboard Stompers, Carlo Bäder Bigband, Big Band 70.

04. & 05.09.1976 – Badisches Heimatfest
Der Jazzclub beteiligt sich an diesem Karlsruher Strassenfest: Über 2.000 Akteure aus rund 60 badischen Städten und Gemeinden und 100.000 Besucher werden  erwartet. BNN: “Rund 400.00 kamen – Karlsruhes Innenstadt platzte aus alles Nähten.” Der Jazzclub präsentiert im Foyer der Wirtschaftsoberschule am Ettlinger Tor an 2 Tagen 16 Stunden Jazzmusik mit ausschließlich Karlsruher Gruppen, u.a. Roland Blumes Condon Band, ULF, Fourmenonly.

September 1976 – Umzug in den Postwirtkeller
Durch einen Pächterwechsel verliert der Jazzclub im August 1976 erneut seine Spielstätte und zieht im September in den Postwirtkeller am Europaplatz, Kapazität: 120 Sitzplätze. Am 11.09.1976 findet das Eröffnungskonzert mit der Dixieland Swing Company statt. Trotzdem bittet Vorstand Eichhorn die Stadt Karlsruhe am 12.10.1976 den Jazzclub als “Raumsuchende” vorzumerken.

07.10.1976 – Bad. Kunstverein
Mit der Veranstaltung “Poesie & Jazz” beginnt die bis heute fruchtbare Zusammenarbeit mit dem Badischen Kunstverein.

Poesie & Jazz, Bad. Kunstverein, 07.10.1976 / Gestaltung: Reiner Haebler


Konzert-Highlights

Frederic Rabold Crew (30.01. & 19.11.), Johnny Griffin (04.02.), Toto Blanke’s Electric Circus (20.02.), Jasper van”t Hof (März), Blind John Davis (14.04.), Gunter Hampel & His Galaxie Dreamband (28.04.), Champion Jack Dupree (19.05., einheimische Musiker sprangen für den nicht erschienenen Champion Jack ein), Hannibal Marvin Peterson (09.06.), Mighty Flea Connors (25.09.), Charly Antolini Quartett (01.10.), Sunnyland Slim (16.10.).

Blind John Davis – Video

1975


08.03.1975 – Bad. Staatstheater
Im Badischen Staatstheater findet die erste Jazzmatinee statt. Zu Gast sind die Happy Swing Five.

06.06.1975 – Karlsruher Jazzmeeting
Abschlussveranstaltung des Jazzbandwettbewerbs “Jugend Baden-Württemberg” in Zusammenarbeit mit dem Kultusministerium und dem SDR mit L. Schmitz Music, Tabasco, Kuno Schmid Trio, Reiner Oliva Group.

bis September 1975
Der Club spricht im April erneut bei der Stadt vor. Werbemöglichkeiten und eine finanzielle Soforthilfe werden bewilligt. Umzug in den Apfelkeller in der Kronenstr. 5.

17.09.1975 – Eröffnungskonzert im Apfelkeller
mit dem Joe Rapp Quintett.
Jeden Mittwoch und Freitag wird nun konzertiert.

Konzert-Höhepunkte Sept. – Dez. 1975
Mombasa (19.09.), Little Brother Montgomery (17.10.),
Hans Koller (29.10.), Zbigniew Seifert (21.11.),
Ken Rhodes (12.12.) u.a.

Ken Rhodes – Musik

1974


10.02. & 29.09.1974 – Rod Mason/Ian Wheeler Jass Band

02.03.1974 – Errol Dixon
01.06.1974 – Willie Mabon

30.06.1974 – Emil Mangelsdorff & Walter Strerath Group

13.10.1974 – Albert Mangelsdorff Quartet

November 1974 – Abdullah Ibrahim
Die Qualität des Klavieres im Café Carmen, eine Leihgabe des Geschäftsführers, muss indiskutabel schlecht gewesen sein. Abdulla Ibrahim, zu dieser Zeit noch als Dollar Brand unterwegs, sagte sein Konzert nach Begutachtung des Instrumentes kurzerhand ab.

Dezember 1974
Der Jazz war für die Stadtverwaltung noch immer nicht subventionsfähig, das Geld wird knapp. Werbemaßnahmen fallen aus, Besucherzahlen gehen runter. Am 15.12.1974 spielt Oscar Klein’s Bluesmen zum Abschied im Café Carmen. Es beginnt “die zweite traurige, jazzfreie Zeit” nach 1964-66.

1973


März 1973

Mit dem Auszug des Pächters des Pub verliert der Jazzclub seine Spielstätte und muss abermals umziehen.

31.03.1973 – Roland Blume im BNN-Interview
Blume: “Der Jazzclub hat keine Lobby (…). Für viele ist Jazz Urwaldmusik, die Jazz-Fans gelten häufig als Aussenseiter oder werden gar mit Hasch in Verbindung gebracht. (…) Wir suchen dringend einen geeigneten Raum, der nicht nur für Konzerte, sondern auch für die Clubarbeit (…). Ich vermisse in Karlsruhe ein kulturelles Jugendzentrum, in dem u.a. auch die Jazz-Fans ein festes Domizil haben.”

31.03.1973 – Großes Abschiedskonzert im Pub
mit Swing Union (u.a. mit Roland Blume) und anschließender Jam-Session.

BNN, 01.04.1973
“Es bleibt zu hoffen, dass die Karlsruher Jazz-Geschichte mit der Schließung des Pub nur vorerst abgeschlossen ist und den Jazz-Musikern nach dieser letzten und so eindrucksvollen Demonstration ihrer Spielfreude und ihres Könnens bald die Möglichkeit gegeben wird, in einem neuen Domizil die jetzt so jäh abgebrochenen Aktivitäten wiederaufzunehmen und weiterzuführen.”

16.05.1973 – Hot-Jazz Meeting
im Albert-Schweizer-Saal, u.a. mit Spiritual Chor Karlsruhe, Mama’s Washhouse Stompers, Swing Union.

September/Oktober 1973 – Umzug ins Café Carmen
Heinz Weber, Geschäftsführer des Musikhauses Thibaut und des Café Carmen, stellt unentgeltlich die Kellerräume des Cafés in der Hirschstr. 3 zur Verfügung.

14.10.1973 – Eröffnungskonzert
mit Oscar Klein’s Bluesmen


Oscar Klein’s Bluesmen, c. 1977 / Oscar Klein (tr), Roland Blume( sax), Henner Kahlert (git)

17.11.1973 – Hans Koller’s “Free Sound”
Erstmals ein Vertreter der damaligen Jazz-Avantgarde in Karlsruhe. BNN vom 22.11.1973: “Die Publikumsreaktionen an diesem Abend lassen auf ein immer größeres Interesse und auch ein wachsendes Verständnis für den neuen Jazz schließen (…).”

14. & 15.12.1973 – 5. Karlsruher Jazzmeeting
mit Oscar Klein’s Bluesmen, Big Band der Staatl. Hochschule für Musik München – Leitung: Joe Viera, Mal Waldron Trio feat. Miriam Klein, Summit.

Günter Boas & Oscar Kleins Bluesmen, Café Carmen, 14. & 15.12.1973

Oscar Kleins Bluesmen – Video

 

1972


09.06.1972 – Albert Mangelsdorff Quintett

04.11.1972 – Eddie Boyd Trio

16.12.1972 – 4. Karlsruher Jazz-Meeting
“Treffpunkt-Jazz” Veranstaltung des SDR, u.a. mit Carlo Bäder Big Band, Boogie Woogie Company, Johnny Mars Bluesband.

1971

 

Albert Louis Jazzband, Pub, 13.03.1971


17.12.1971 – 3. Karslruher Jazz-Meeting

in der Stadthalle, u.a. mit Mama’s Washhouse Stompers, College Swing Union, Oskar Klein’s Bluesmen.

1970

 

Honest Truth, Jazz-Club, Lessingstr. 70, 04.04.1970


29.04.1970 – Umzug in den Pub

Besichtigung des Jazzkellers in der Lessingstr. 70 durch die Städtische Branddirektion. Die sich anschließenden Auflagen zwingen den Jazzclub in die Cafeteria der Pädagogischen Hochschule in der Bismarckstr. 12, Pub genannt, umzuziehen.

06.12.1970 – 2. Karlsruher Jazz-Meeting
in der Stadthalle in Zusammenarbeit mit Joachim-Ernst Berendt (siehe 1956) vom SWF. Mit dabei u.a. Mama’s Washboard Stompers, College Dixie Union, Latin Jazz Band, Albert Louis Jazzband.

Programm II. KARLSRUHER JAZZ-MEETING, 06.12.1970
1969

 


Dave Pike, Werkstatt 68, Lessingstr. 70, 18.01.1969


28.11.1969 – Gründung des Jazzclub Karlsruhe e. V. 

Am 05.11.1969 trafen sich zehn Jazzbegeisterte im Durlacher Hotel “Zur Krone” um einen neuen Jazzclub zu gründen. Das Protokoll der Sitzung trägt das Datum des 06.11.1969. Zum 1. Vorsitzenden wurde Roland Blume, zum 2. Vorsitzenden Jürgen Nitsche jeweils einstimmig gewählt.
Der Eintrag ins Vereinsregister erfolgte am 28.11.1969, damals noch als “Jazz-Club Karlsruhe” – mit Bindestrich.

29.11.1969 – 1. Karlsruher Jazz-Meeting
u.a. mit Mama’s Washboard Stompers
und dem Modern Jazz Quintett Karlsruhe mit prominenter Besetzung: Helmut Zimmer p, Herbert Joos tr, Winfried “Rimskij” Eichhorn sax, Claus Bühler b, Rudolf “King” Theilmann dr.

1968

Neuer Jazzarbeitskreis unter der Leitung von Roland Blume innerhalb der “Werkstatt 68”. Aktivitäten in der Jugendarbeit, Vorträge, Plattenabende, Jam-Sessions, Filmvorführungen.

 

1966

1966 – 67 Jazzclublose, traurige Zeit.

1963

Eröffnung des Laboratorium in der Lessingstraße. Neben Jazzveranstaltungen finden auch Ausstellungen und Dichterlesungen statt.

1958

“Spinne” im Markgräflichen Palais und “Club 54” in der Lessingstraße mit der Modern Jazz Group Karlsruhe als Hausband mit U. Stengel, dr; A. Classen, sax; W. Bernd, b; Joos, flh; Zimmer, p

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1956

Bob Cooper und Bud Shank mit der Albert-Mangelsdorff-Combo. Jazzclub “Spinne” in der Amalienstraße, später in der Adler-/Zähringerstraße und Kakadu-Bar Amalien-/Waldstraße.

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Bud Shank – Video

1954

Einzug in den Jazzkeller in der Lessingstraße 70 als “Jazzclub 54 e. V.”. Jetzt ging es richtig los: Gebrüder Mangelsdorff, Gary Weinkopf, Karl Sanner, Jutta Hipp, Attila Zoller, Joki Freund und Hans Koller, Spree City Stompers und Albert Nicolas. Catherina Valente gastierte in der Spinne. Der Club wurde Mitglied in der Deutschen Jazzföderation und arbeitete mit dem Deutsch-Amerikanischen Club zusammen.

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1953

Erste Großveranstaltungen: Kurt Edelhagen Allstars und Franz von Klenck in der Stadthalle.

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Kurt Edelhagen – Video

 

1952

“Der Schlüssel” wird zum “Jazzclub Karlsruhe e. V.”, weiterhin im Amerikahaus und im Salmen.

1949

Jazzclub “Der Schlüssel e. V.” im ehemaligen Amerikahaus.
Topveranstaltungen: Teddy Ley Band im Passage-Palast,
Moderation: Dieter Zimmerle

 

1948

… im Café Museum in der Waldstraße.

 

1946

… als “Point-Club” im Café am Zoo.

 

1945

Nach Jahren der Zensur durch die Reichsmusikkammer entsteht das Jazzleben in Karlsruhe neu.